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Journal Article

Title Beitrag der Strategischen Umweltprüfung zu verstärktem Climate Proofing im Rahmen der Raumplanung Herausforderungen und Chancen aus dem Blickwinkel nationaler und internationaler Planungspraxis
Herausforderungen und Chancen aus dem Blickwinkel nationaler und internationaler Planungspraxis
Author Jiricka-Pürrer, Alexandra ; Geißler, Gesa
Published on 25 Feb 2022
Published by Der Öffentliche Sektor - The Public Sector
Published in Volume 47 • Issue 2 • 2021 , pages 65-76
AC AC16454424
DOI 10.34749/oes.2021.4609

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Abstract (German)

Klimawandelfolgen und Maßnahmen, um diesen Folgen zu begegnen, sollen nach allgemeinem Verständnis auch in der Raumplanung verstärkt Eingang finden. Ein Ansatz, um die Integration von Klimaschutz und Klimawandelfolgen und -anpassung zu forcieren, wird im sogenannten „Climate Proofing“ gesehen. Beim Climate Proofing ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte an die Strategische Umweltprüfung (SUP), welche bei der Neuaufstellung und der Novellierung von Plänen und Programmen durchzuführen ist. Diese Anknüpfungspunkte werden im folgenden Beitrag im internationalen Diskurs sowie im österreichischen Planungskontext aufgezeigt sowie im Vergleich von theoretischem Potential und der bisherigen Praxis in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland diskutiert. Wenngleich Chancen, die sich durch die SUP ergeben von den interviewten Expertinnen und Experten wahrgenommen werden, so zeigen sich auch Hindernisse, die bisher nur eine sehr eingeschränkte Entfaltung der Potentiale der SUP für Klimawandelanpassung und Klimaschutz möglich gemacht haben. Die angesprochenen Barrieren stehen einerseits in Zusammenhang mit der Anwendung der SUP, aber auch mit der datenbasierten Entscheidungsfindung betreffend Klimawandelfolgen. Auf Grund der langfristigen Planungshorizonte der raumplanerischen Entscheidungen und der zukünftig vermehrt zu erwartenden Interessenskonflikte, die durch Klimawandelfolgen und Klimaschutz noch verschärft werden, wäre die koordinierende Funktion der SUP jedoch ein entscheidender Beitrag zu einer integrativen, konfliktreduzierenden Raumplanung. Aus diesem Grund zeigt der Beitrag abschließend auf, wie eine Betrachtung von Klimawandelfolgen und Identifizierung von Synergien für den Klimaschutz auf regionaler und örtlicher Planungsebene, bei iterativer Anwendung der SUP mit den Planungsinstrumenten, forciert werden könnte.

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